Am 19.12.21 haben wir Arno aus dem Tierschutz übernommen.

Gerne lasse ich Euch teilhaben an den ersten Wochen in seinem neuen zu Hause.

Mir ist bewusst, dass jeder Tierschutzhund sehr individuell ist, schließlich hatte und habe ich ausschließlich Hunde aus dem Tierschutz, sowohl als Pflegestelle als auch mein festes Rudel.

Mit dieser Beitragsserie möchte ich Euch einen Einblick geben, wie ich ganz persönlich Hunde aus dem In- und Auslandstierschutz in ihrem neuen zu Hause integriere.

Selbstverständlich bringt jeder Hund einen anderen Rucksack mit, daher kann ich Euch in dieser Serie nur die Themen zeigen, die Arno mitbringt bzw. die mir ganz persönlich wichtig sind!

Folge 7: Der Tierarzt Besuch

Wenn ich einen neuen Hund bei mir aufnehme, egal ob er in Zukunft zu meinem fixen Rudel gehören wird, oder als Pflegehund einzieht, finde ich persönlich eine zeitnahe Vorstellung bei meinem/r Tierarzt/Tierärztin meines Vertrauens sehr wichtig.

Ich möchte gerade den Tierärzten vor Ort (falls der Hund aus dem Ausland kommt) auf gar keinen Fall Kompetenzen absprechen! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich persönlich wohler fühle, wenn ich den Neuankömmling einem Check-Up unterziehe, wo man gegebenenfalls Auffälligkeiten beim Hund oder fragen zu bestimmten Themen stellen kann. Häufig kommen die Lieblinge mit Verdauungsproblemen an. Dies kann verschiedenste Ursachen haben. Auch Hautveränderungen sind manchmal dabei. Zudem werden einige erst kurz vor der Ausreise kastriert und ein Blick auf die Wundheilung oder Narbe ist auch nicht schlecht.

Arno kam auch mit kleinen Auffälligkeiten zu uns. Er hatte eine sehr schwache Hinterhand aufgrund von stark abgebauter Muskulatur. Das führte dazu, dass er seine Hüfte anfangs sehr oft eingedreht hat, da ihm die Kraft fehlte. Zudem hatte er einen Hotspot am Rutenansatz, der musste dringend behandelt werden. Seine Verdauung war auch nicht auf dem besten Stand, sodass ich gemeinsam mit der Tierärztin einen Futterplan aufstellte.

Heute gehören alle Themen der Vergangenheit an. Das die Muskulatur stark abgebaut ist, hatte ich schon bei einigen Hunden in der Vergangenheit. Hier baue ich einfach langsam die Muskulatur auf. Der Hotspot ist verheilt und die Verdauung mit dem richtigen Futter nun perfekt eingestellt.

Falls Euer neuer Mitbewohner ein Thema mit dem Anfassen hat, sollte man im Vorfeld Vertrauen aufbauen. In einer entspannten Atmosphäre einfach mal die Zähne kontrollieren, die Pfoten berühren, in die Ohren schauen etc. Hier lassen sich schon erste Anzeichen erkennen, welche Berührungen für den Hund eventuell unangenehm sein können.