Am 19.12.21 haben wir Arno aus dem Tierschutz übernommen.

Gerne lasse ich Euch teilhaben an den ersten Wochen in seinem neuen zu Hause.

Mir ist bewusst, dass jeder Tierschutzhund sehr individuell ist, schließlich hatte und habe ich ausschließlich Hunde aus dem Tierschutz, sowohl als Pflegestelle als auch mein festes Rudel.

Mit dieser Beitragsserie möchte ich Euch einen Einblick geben, wie ich ganz persönlich Hunde aus dem In- und Auslandstierschutz in ihrem neuen zu Hause integriere.

Selbstverständlich bringt jeder Hund einen anderen Rucksack mit, daher kann ich Euch in dieser Serie nur die Themen zeigen, die Arno mitbringt bzw. die mir ganz persönlich wichtig sind!

Folge 1: Zusammenführung mit bereits vorhandenem Hund

Die ideale Vorstellung wäre natürlich, dass es taghell ist bei der Zusammenführung des neuen Artgenossen mit dem bereits vorhandenen Hund(en). In diesem Fall würde ich einen gemeinsamen angeleinten Spaziergang auf neutralem Gelände bevorzugen. Hier kann man schon ein erstes Gefühl entwickeln, wie die Sympathie so untereinander ist. Sollte hierbei zu viel Hektik aufkommen, würde ich die Hunde auf keinen Fall zusammenlassen, sondern erstmal mit etwas Abstand einfach zusammen ein Stück gehen. Sobald sich die Energie runtergefahren hat, kann man den Abstand verringern und einem ersten entspannten gemeinsamen Schnüffeln steht nun nichts mehr im Weg.

Allerdings kommen gerade die Auslandstierschutzhunde oft auch nachts an. In diesem Fall schaue ich mir den Neuankömmling genau an und entscheide dann aufgrund des Zustandes des Hundes welche Herangehensweise ich wähle. Entweder trenne ich den neuen Hund von den bereits vorhandenen bis zum nächsten Tag, um dann ganz in Ruhe die Zusammenführung wie oben zu gestalten, oder ich habe einen ganz entspannten Kandidaten, dann geht eine Zusammenführung auch im Garten. Dann aber bitte bei mehreren Hunden einzeln vorstellen, damit der Neuzugang nicht überfordert wird und eventuelle Schwierigkeiten unter den Hunden einfacher zu managen sind.

In meinem aktuellen Fall habe ich die „Zusammenführung“ schon indirekt bei der Abholung im Auto vorgenommen. Meine alte Hündin konnte ich nicht alleine zu Hause lassen, da wir Stunden unterwegs waren um Arno abzuholen. So kam sie in ihrer Box im Auto mit. Selbstverständlich würde ich niemals eine Zusammenführung bei der Übergabe des Hundes vornehmen! Aber einen Vorteil hatte es. Die zwei konnten sich die ganze Rückfahrt über bereits durch ihre Boxen riechen. Dazu muss man schreiben, dass meine Hündin keinerlei Schwierigkeiten mit Artgenossen hat. Nach Ankunft zu Hause, entschied ich mich einmal die Straße hoch und runterzugehen mit den beiden angeleinten Hunden. Dabei nahm mein Partner Arno und ich meine Hündin. Seine Energie war mir anfangs zu hoch, so dass ich vorerst mit etwas Abstand hinter den beiden ging. Nach kurzer Zeit und mehr Ruhe schnüffelten beide aneinander und ich merkte schnell das sich beide einig sind.